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vernünftig füttern

Welche Rolle spielt ein Wasseraufbereiter bei Problemen durch Futter? Ist die Empfehlung von sauerstoffreichem Wasser auch die Folge einer falschen Ernährung? Ist ein Futter gut wenn die Welse es gierig fressen?
Ein gutes ausgewogenes Futter sorgt für einen optimalen Verdauungsvorgang und belastet das Wasser kaum. In Bezug auf die Ernährung hat Rohkost gegenüber Trockenfuttermitteln ausnahmslos Vorteile. Es handelt sich dabei um unveränderte Nahrung bei welcher Vitalstoffe und Micronährstoffe genau im richtigen Verhältnis zur Verfügung stehen. In Gegensatz dazu werden bei vielen Trockenfuttermitteln diese durch die Erhitzung weitgehend abgetötet. Selbst gefangenes oder über den Fachhandel bezogenes, frisches Lebendfutter wie Wasserflöhe & Mückenlarven haben grundsätzlich eine höhere Qualität als Trockenfutter!
"Tierisches Lebendfutter, das wir selbst züchten oder fangen schleppt grundsätzlich keine Krankheiten ein. Diese Behauptung wird von der Futtermittelindustrie gestreut, die natürlich ihre Produkte verkaufen möchte. Im Gegenteil, ohne Naturfutter (Rohfutter) erkranken unsere Aquarientiere sehr viel schneller."

Zitat: Naturefood
Lebendfutter ist reich an Vitalstoffen, Vitaminen, Mineralien und anderen essentiellen (lebensnotwendigen) Micronährstoffen. Es enthält in der Regel keine Konservierungsstoffe oder synthetische Zusätze. Die Anregung des Jagdinstinkt ist ausserdem ein weiterer entscheidender Vorteil, denn der Fisch erlebt Beschäftigung. - Eine Erfahrung welche ihm in der üblichen Aquarienhaltung sonst nicht zuteil wird.
Auch pflanzliches Futter wie Algen oder Wasserpflanzen, Gurken- oder Zucchinischeiben und Salat- oder Spinatblätter sowie rohe Kartoffelscheiben eignen sich für herbivore und omnivore Arten besonders - sofern es nicht zulange erhitzt, sondern im Normalfall nur überbrüht wurde.
Frostfutter gewinnt ebenfalls den Vergleich mit Trockenfuttern. Auf Dauer reduzieren sich jedoch die Nährstoffe und es sollte niemals(!) mit heissem Wasser aufgetaut werden. Für das Tauen empfielt sich z. B. ein Abtropfsieb welches auch das Tauwasser vom Futtermittel vorteilhaft trennt. Grundsätzlich sollte Frostfutter dann unmittelbar nach dem Auftauen gefüttert werden und niemals länger im Aquarium verweilen.
Proteine sind in den meisten Trockenfuttermitteln in erhöhtem Maß enthalten. Von diesem Inhaltsstoff geht eine große Gefahr aus, wenn er von dem Organismus des Fisches nicht verwertet werden kann und über Ausscheidungen als Ammonium den Weg zurück in das Aquarium findet. Tierische Proteine sind dabei als besonders problematisch einzuschätzen.
Einige "Züchter" verwenden stark proteinreiches Futter als Wachstumsbeschleuniger in der Aufzucht. Die Jungtiere erreichen dadruch schneller die Abgabegröße. Doch dem zur Folge entstehen im weiteren Verlauf der Entwicklung nicht selten, spätestens bei den Haltern, ernste Komplikationen.
Richtig explosiv wird der Anteil von Roproteinen im Zusammenhang mit der Menge an Rohfett. Rohfett ist der Hauptenergielieferant bei Fischen. Bei einem ungünstigen Mischungsverhältnis greifen besonders karnivore Arten auf Proteine als Energielieferant zurück. Wird dann Ammonium durch Proteine als Energielieferant im Blut angereichert sind Vergiftungen zu erwarten. Das Tier wird zudem versuchen dieses Abfallprodukt über die Kiemen auszuscheiden und es resultieren sogar Kiemenverbrennungen durch die Wandlung von Ammonium in Ammoniak. Sind die Kiemen in Ihrer Funktion ersteinmal eingeschränkt, leidet das Tier dann an Sauerstoffmangel und Folgeerkrankungen sind zu erwarten.
Vor diesem Hintergrund erscheint die bekannte, niemals kritisch hinterfragte Empfehlung von einer starken Sauerstoffzufuhr während der Aufzucht in einem ganz anderen Licht und ist je nach Fütterung nicht generell empfehlenswert.
Den Inhaltsstoffen für Fischfutter muss auch in Bezug auf Kohlenhydrate besondere Aufmerksamkeit entgegen gebracht werden. Pflanzen bieten Kohlenhydrate als Hauptinhaltsstoff, welcher nur von Pflanzenfressern zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Karnivore (fleischfressende) Fische können keine Energie aus Kohlenhydraten gewinnen.
Bei der Studie von Fischfutterpräparaten fällt häufig sogar an erster Stelle der mehr oder weniger hohe Anteil von Rohfasern auf. Als Siedlungsoberfläche für zur Verdauung erforderliche Bakterien, bilden sie einen festen Bestandteil der meisten Produkte. Rohfasern sind in kleinen Mengen nützlich und dennoch generell unverdaulich sowie als Mulm eine mehr oder weniger starke Belastung für das Aquarium. Vorsicht ist auch bei Phosphor und Aminosäuren geboten. Nach dem Stoffwechsel und der Nitrifikation in Nitrate und Phosphate, belasten diese dann vermehrt das Ökosystem in Deinem Aquarium. Der Einsatz von Wasseraufbereitern oder anderen Chemikalien sollte daher wohl überlegt erfolgen, denn durch die Futtermittel ausgelösten Probleme können sich dadurch extrem verstärken.
In der freien Natur haben die Welse einmal verstanden Ihren Stoffwechsel an die Umweltbedingungen anzupassen. So können sie über einen längeren Zeitraum mit sehr wenig Futter auskommen. Sie verlangsamen den Stoffwechsel und leben von ihren Reserven. Die Fische empfinden dabei erstaunlicherweise keinen Hunger. Kommt es aber zu einem Überangebot an Nahrung entwickeln die Tiere das Verlangen die Fettvorräte wieder aufzufüllen.
"Das heißt, wenn unsere Aquarienfische überaus gierig fressen, sind sie stark gefüttert. Beziehungsweise, wenn diese Periode zu lange andauert (über eine Woche), überfüttern wir sie. [...] Falsch verstandene Tierliebe ist vor allem beim Füttern fehl am Platz."

Zitat: Naturefood
Mit diesem Beitrag hoffen wir Dich einen hoffentlich großen Schritt weiter an die richtige Ernährung und das Wohlbefinden Deiner Schützlinge und Deinen Erfolg in der verantwortungsbewussten Zucht geführt zu haben. Wenn Du diese Arbeit unterstützen möchten, bilde Dir Deine eigene Meinung und wähle die passenden Produkte aus unserem Angebot von Futtermitteln für die vorrausschauende Haltung und Zucht von L-Welsen. Wir werden uns freuen!
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